Vorträge
Hier finden Sie alle Einzelveranstaltungen und Vorträge der vhs Heidelberg im Überblick.
Kurse (23)
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Rundgänge durch die Stadtbücherei
Lassen Sie sich von Kolleginnen und Kollegen durch die Stadtbücherei führen! Wir stellen Ihnen alle Medien- und Servicebereiche des Hauses vor, demonstrieren Suchmöglichkeiten und -strategien im Medienbestand und informieren über die Metropol-Card sowie über die selbständige Medienverbuchung und alle Neuentwicklungen.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist kostenfrei. Treffpunkt jeweils im Eingangsbereich.
Termine:
Freitag, 13.03.26, 17 Uhr
Dienstag, 16.06.26, 17 Uhr
Mittwoch, 23.09.26, 17 Uhr
Sie haben Interesse an einer Führung durch die Stadtbücherei?
Kontakt: Vanessa Weigerding, vanessa.weigerding@heidelberg.de Tel: 06221 – 5836090
Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei 5 Personen.
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- Wissenschaftliches Investieren mit ETFs ist kinderleicht
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- Zwischen Angst und Gier: Wie Sie trotz Falschinformationen auf dem richtigen Weg bleiben
- Wem Sie trauen können – und wem nicht
Prof. Dr. Hartmut Walz ist mehrfacher Bestseller-Autor, lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, ist Verbraucherschützer, betreibt den Hartmut Walz-Finanzblog und schreibt die Finanzkolumne "Hohe Kante" in der RHEINPFALZ am Sonntag.
Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich!
Klima und Psychologie: Warum Wissen allein nicht reicht
Die Online-Reihe „Klima und Wir“ vermittelt aktuelles Wissen rund um Klimawandel, Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln - mit klarem Fokus auf der Rolle des Menschen und dessen Gestaltungsräume. Die Veranstaltungen bieten grundlegende Informationen zum menschengemachten Klimawandel, zu den Auswirkungen auf unsere Gesundheit, zur Bedeutung der Digitalisierung bis zu den Folgen unseren Konsums.
Sie enthalten einen Impulsvortrag mit anschließender moderierter Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Livestreams bringen die Inhalte direkt zu Ihnen nach Hause. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Plattform „sli.do“ gestellt werden. Die Teilnehmenden bleiben während der gesamten Veranstaltung anonym und nehmen über die Chat-Funktion aktiv teil. Sie benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Sie erhalten rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn den Zugangslink.
Die Reihe ist Teil des Projekts „vhs goes green 2“ und wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Was treibt jede*n Einzelne*n an, sich klimaschützend zu verhalten? Warum gelingt sozial-ökologisches/nachhaltiges Verhalten nicht immer - trotz positiver Einstellungen und bereits vorhandenem Wissen? Diese Fragen treiben einige um! Mit einem Blick auf Erkenntnisse aus der Umweltpsychologie vermitteln wir in diesem Workshop Wissen und praktische Ansätze, um Menschen besser zu verstehen und so Klimaschutzkampagnen und -aktionen wirksamer zu gestalten.
Medieval Movie (K)Nights
Burgen werden erobert, Schlachten geschlagen, Burgfräulein umgarnt und zwischendurch rollen die Köpfe - welches Bild zeichnen Filme vom Mittelalter? Wie passen Regisseur*innen die historischen Vorlagen immer wieder an, um uns eine ganz eigene Geschichte zu erzählen?
Seit den Anfängen des Films dienen historische Stoffe und Legenden als Inspiration und Projektionsfläche für aktuelle gesellschaftliche Probleme und Themen. Filme über das Mittelalter müssen daher vor allem im Hinblick auf ihre Entstehungszeit betrachtet werden; gleichzeitig prägen sie mit eindrucksvollen Bildern unsere Vorstellung dieser vergangenen Zeiten.
In der Reihe MEDIEVAL MOVIE (K)NIGHTS widmen sich Historiker*innen der Universität Heidelberg diesen Dynamiken zwischen Geschichte und Film, indem sie der Be- und Verarbeitung von mittelalterlichen Legenden, Personen und Ereignissen auf der Leinwand nachgehen. Die Filme werden im Karlstorkino gezeigt und von einem einführenden Vortrag begleitet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Die MEDIEVAL MOVIE (K)NIGHTS sind eine Kooperation des Historischen Seminars der Universität Heidelberg und dem Karlstorkino - Medienforum Heidelberg e.V. sowie der vhs Heidelberg.
Tickets gibt es vor Ort oder im Vorverkauf über die Seite des Karlstorkinos www.karlstorkino.de
Der Franziskanerbruder William und sein Schüler Adson gehen mysteriösen Todesfällen in einem Benediktinerkloster nach. Gleichzeitig nimmt William dort an einer Glaubensdiskussion teil. Allerdings gefallen seine scharfsinnigen Interpretationen nicht jedem: Der Inquisitor Bernardo Gui nimmt William ins Visier. William und Adson erfahren bald an eigenem Leib, dass verbotenes Wissen und Denken tödlich sein kann.
Mit Der Name der Rose übersetzt Regisseur Jean-Jacques Annaud den gleichnamigen Roman von Umberto Eco in einen spannungsgeladenen Mittelalterthriller. Visuell und inhaltlich versetzt der Film die Zuschauer 700 Jahre in die Vergangenheit – mit Fachkenntnis und Liebe zum Detail, aber nicht ohne dabei tief in die Mittelalterklischee-Kiste zu greifen.
Die Historikerin Alicia Wolff wirft in ihrer Einführung einen Blick auf die klösterlichen Lebenswelten und Glaubensfragen des Mittelalters und wie diese im Film umgesetzt werden. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und eine gemeinsame Diskussion.
Endometriose und Kinderwunsch
Trotz sehr hoher Betroffenenzahlen und etwa 40.000 Neuerkrankungen jährlich wird die Endometriose in der Öffentlichkeit und auch von Fachleuten immer noch zu wenig beachtet. Viele Frauen leiden unerkannt unter der Krankheit Endometriose oder werden mit dieser Diagnose konfrontiert. Zu den häufigsten Symptomen gehören Unterbauchschmerzen, insbesondere vor oder während der Periode in unterschiedlicher Ausprägung, Schmerzen beim Wasserlassen, Geschlechtsverkehr oder Stuhlgang. Eine Theorie der Entstehung dieser Erkrankung vermutet, dass die Gebärmutterschleimhaut während der Menstruation über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangt und dort chronische Entzündungsherde verursacht. Deshalb kann auch ein unerfüllter Kinderwunsch ein weiteres Anzeichen für Endometriose sein. Problem der Endometriose: Oftmals vergehen Jahre, bis die Erkrankung diagnostiziert wird. Was gibt es an Therapieoptionen? Gibt es alternative Behandlungsansätze? Was gibt es für Beratungsangebote? Wo wird mir geholfen?
An diesem Abend wird von der Entstehung und Diagnose bis hin zu verschiedenen Behandlungsansätzen und Operationen ein Einblick geschaffen.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen an den Referenten zu stellen.
Prof. Dr. med. Martin Sillem ist Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe,
Gynäkologische Onkologie, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Mannheim
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um einen sogenannten „Hybridkurs“, d. h. sie wird sowohl in Präsenzform als auch online durchgeführt. Die Online-Übertragung findet über die Plattform "Zoom" statt. Sie benötigen hierfür ein internetfähiges Endgerät (PC, Laptop oder Tablet) mit Lautsprecher, Mikrofon und Kamera. Bitte installieren Sie vorab das Programm/die App "Zoom". Die Zugangsdaten werden Ihnen per E-Mail mitgeteilt.
Die Leicheneinlieferungen in die Heidelberger Anatomie 1933-1945
Die anatomischen Institute waren am Unrecht der Diktatur beteiligt, indem insbesondere in den Kriegsjahren Leichen von NS-Opfern zu Forschungs- und Lehrzwecken dorthin gelangten. Am Heidelberger Beispiel erläutert der Vortrag, wie sich die Praxis der Einlieferung von Leichen seit 1933 veränderte, und zeigt auf, dass zu den betroffenen Opfern nicht nur Angehörige politischer Widerstandsgruppen gehörten, sondern in größerer Zahl auch als „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ stigmatisierte Kleinkriminelle sowie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
In Kooperation zwischen der Initiative Heidelberger Stolpersteine, dem Heidelberger Geschichtsverein und der Volkshochschule Heidelberg.
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Doll, Sara Dr. (Kuratorin der Anatomischen Sammlung und Präparationstechnische Assistentin im Fachbereich Medizin) , Engehausen, Frank Prof. Dr. (Historisches Seminar der Universität Heidelberg)
In der Nähe: Vom politischen Wert einer ostdeutschen Sehnsucht
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, Stadt und Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wo ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich?
Der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß findet eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lernt man die Demokratie noch einmal neu kennen.
Simon Strauß studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe "Arbeit an Europa". 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Schriftsteller und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Bitte melden Sie sich vor der Veranstaltung online oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie den Zugang zum Veranstaltungslink, mit dem Sie unser Angebot live an Ihrem Rechner verfolgen können. Sie sind nicht sichtbar und brauchen weder Mikrofon noch Kamera, die Beteiligung läuft über eine Chat-Funktion. Bitte laden Sie sich die Zoom-App einmal herunter (sofern noch nicht vorhanden) und wählen Sie sich am Veranstaltungstag 10 Minuten vor Beginn ein!
Privatdetektiv Rolf Apitz: das große Comeback
Der gemeinnützige Verein „Leselust Heidelberg e.V.“ wurde im Herbst 2019 gegründet. Ziel ist es - unter besonderer Berücksichtigung der Förderung der Stadt Heidelberg als „UNESCO City of Literature“ - über die vielfältigen Literaturinitiativen zu informieren und einzelne Projekte zu unterstützen. Dazu gehören Veranstaltungen, wie zum Beispiel der „Literaturherbst Heidelberg“ und Lesungen mit Autorinnen und Autoren, sowie Vernetzung und Kooperation mit anderen Akteur*innen aus der Literatur- und Kulturszene. In Kooperation mit der Volkshochschule Heidelberg finden die folgenden Veranstaltungen statt.
Bei seinem ersten Auftritt musste Rolf Apitz einiges einstecken. Aber aufgeben war nie eine Option. Jetzt ist er zurück auf der literarischen Bühne. In „Die Spur der Jahre“ kommt es wieder richtig dicke: ein Buch drei Fälle, einer abgründiger als der andere. Apitz ermittelt in der Literatur selbst, im Krimi-Milieu des Mittelalters und im Herzen einer eiskalten KI. Parodie und Satire sind seine Mittel, eine andere Sicht auf die Dinge sein Ziel. Soweit so gut. Doch wie könnte es weitergehen mit Apitz in einer Welt des abnehmenden Lichts? Lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken, was ein Privatdetektiv literarisch überhaupt noch ermitteln kann. Oder anders gesagt: Was für eine Rolle die Literatur beziehungsweise der Krimi heute und vor allem morgen noch spielt.
Klima und Finanzen: Grün investieren - aber wie?
Die Online-Reihe „Klima und Wir“ vermittelt aktuelles Wissen rund um Klimawandel, Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln - mit klarem Fokus auf der Rolle des Menschen und dessen Gestaltungsräume. Die Veranstaltungen bieten grundlegende Informationen zum menschengemachten Klimawandel, zu den Auswirkungen auf unsere Gesundheit, zur Bedeutung der Digitalisierung bis zu den Folgen unseren Konsums.
Sie enthalten einen Impulsvortrag mit anschließender moderierter Diskussion unter Einbeziehung von Publikumsfragen. Die Livestreams bringen die Inhalte direkt zu Ihnen nach Hause. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Plattform „sli.do“ gestellt werden. Die Teilnehmenden bleiben während der gesamten Veranstaltung anonym und nehmen über die Chat-Funktion aktiv teil. Sie benötigen einen PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Sie erhalten rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn den Zugangslink.
Die Reihe ist Teil des Projekts „vhs goes green 2“ und wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.
In seinem Vortrag erläutert Michael Herte von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein, warum immer mehr Menschen bei Geldanlagen neben Rendite und Sicherheit auch Klima- und Umweltschutz berücksichtigen. Er zeigt, welche Chancen nachhaltige Finanzprodukte bieten, worauf Verbraucher*innen achten sollten und wie sich Greenwashing oder problematische Angebote vermeiden lassen. Der Vortrag gibt Orientierung und macht klimabewusstes Anlegen greifbar.
Cahokia: Eine präkolumbische indigene Hochkultur in Nordamerika
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
Lange ging die historische Forschung von der These aus, indigene Hochkulturen hätte es vor der Ankunft der Europäer ausschließlich in Süd- und Mittelamerika gegeben. Demgegenüber seien nördlich des Rio Grande nur nomadisierende Sammler- und Jägerkulturen vorzufinden gewesen. Seit den 1990er Jahren hat die archäologische Forschung dieses einseitige und vorurteilsbeladene Bild gründlich revidiert. Nicht nur im Südwesten der heutigen USA fanden sich die Relikte fortgeschrittener Zivilisationen, die mit dem mesoamerikanischen Kulturraum eng verbunden gewesen waren, sondern auch östlich des Mississippi, wo zwischen 1050 und 1250 die Stadt Cahokia eine umfassende politische, militärische und religiöse Hegemonie ausübte. Diese erstreckte sich vom Mississippi bis an die Küste des Atlantiks und von den Großen Seen bis an den Golf von Mexiko. In diesem Vortrag soll die Geschichte von Aufstieg und Fall einer indianischen Großmacht vor Kolumbus nachgezeichnet werden.
Michael Hochgeschwender lehrt Nordamerikanische Kulturgeschichte, Empirische Kulturforschung und Kulturanthropologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Bitte melden Sie sich vor der Veranstaltung online oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie den Zugang zum Veranstaltungslink, mit dem Sie unser Angebot live an Ihrem Rechner verfolgen können. Sie sind nicht sichtbar und brauchen weder Mikrofon noch Kamera, die Beteiligung läuft über eine Chat-Funktion. Bitte laden Sie sich die Zoom-App einmal herunter (sofern noch nicht vorhanden) und wählen Sie sich am Veranstaltungstag 10 Minuten vor Beginn ein!
Die Arbeitsmoral und Max Weber
Die Mitarbeiter*innen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) sowie anderer deutscher Wissenschaftsakademien suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die folgenden Vorträge (Dauer jeweils ca. 45 Minuten) gewähren einen Einblick in die aktuellen Arbeiten verschiedener Forschungsstellen, die in der Regel über das Akademienprogramm gefördert werden. Das Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und fördert über die acht Landesakademien der Wissenschaften in Deutschland, die sich zur Akademienunion zusammengeschlossen haben, aktuell 128 Forschungsprojekte.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, im historischen Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein direkt mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Vorträge finden in Kooperation zwischen der Akademie der Wissenschaften und der Volkshochschule statt.
Pessimistische Wirtschaftsprognosen, Abwanderung von Industrieunternehmen, bedrohte Arbeitsplätze. Ist das europäische Wirtschaftssystem am Ende? Der Soziologe Max Weber (1864-1920) hat sich vorrangig mit der Entstehungsphase des modernen Kapitalismus beschäftigt. Im Gegensatz zum Geschichtsmaterialismus machte er nicht nur technischen Fortschritt für den wirtschaftlichen Take-off verantwortlich, sondern eine religiös fundierte Berufsethik. Viele Gelehrte anderer Kulturkreise fragten, ob es Äquivalente zu dieser Arbeitsethik gibt. Als Kranker stand Max Weber plötzlich außerhalb der bürgerlichen Berufswelt. In seinen späten Reden bekennt er sich zu einem Berufsethos, das Beruf als Berufung versteht. Klein und beliebig wirkt dagegen das heutige Reden vom „Job“. Die Text- und Briefedition der Max Weber-Gesamtausgabe macht es möglich, wissenschaftliches Werk und Biographie auf neue Weise zu lesen. Die neue digitale Edition schafft einen schnellen und direkten Zugriff.
Dr. Edith Hanke ist promovierte Politikwissenschaftlerin und seit 1990 Mitarbeiterin der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München. Als Generalredaktorin hat sie den Abschluss der Max Weber-Gesamtausgabe 2020 mit 47 Bänden begleitet und selber die sog. Herrschaftssoziologie ediert. Seit 2021 arbeitet sie an dem Projekt „MWG digital“.
Kunst im Ohr – Ein Livestream für alle Sinne 2
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
Von München nach Hamburg – vom Museum zu Ihnen!
Seien Sie dabei, wenn sich drei Freund*innen der Kunst zusammenfinden und über bedeutende Kunstwerke aus der Neuen Pinakothek in München und aus der Hamburger Kunsthalle austauschen.
Bitte legen Sie ein paar Utensilien bereit. Damit laden wir Sie ein, Oberflächen und Materialien zu ertasten und den Geruchssinn zu aktivieren.
Hören Sie unserer anregenden Unterhaltung nicht nur zu, sondern schmecken, riechen und spüren Sie mit uns die Kunst. Lassen Sie sich darauf ein, Kunst mit allen Sinnen zu erfahren.
Heute beschäftigen wir uns mit zwei Spitzenwerken von Max Liebermann (1847 – 1935): „Die Terrasse des Hotel Louis C. Jacob in Nienstedten an der Elbe“ aus dem Jahr 1902 in der Hamburger Kunsthalle und dem „Münchner Biergarten“, einem populären Motiv aus der Neuen Pinakothek in München aus dem Jahr 1884.
Wir laden Sie ein, ein Bierglas oder -krug und ein kleines Spielzeug, ein Lindenblatt und einen Hut bereitzuhalten.
Dr. Andrea Weniger leitet die Bildung und Vermittlung an der Hamburger Kunsthalle, Jochen Meister arbeitet an der Neuen Pinakothek in München. Beide sind Kunsthistoriker:innen mit langjähriger Erfahrung in der Kunstvermittlung. Claudia Böhme ist Historikerin und Expertin für kulturelle Angebote für Menschen mit Sehbehinderung.
In Kooperation mit der Neuen Pinakothek in München und der Hamburger Kunsthalle.
Bitte melden Sie sich vor der Veranstaltung online oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie den Zugang zum Veranstaltungslink, mit dem Sie unser Angebot live an Ihrem Rechner verfolgen können. Sie sind nicht sichtbar und brauchen weder Mikrofon noch Kamera, die Beteiligung läuft über eine Chat-Funktion. Bitte laden Sie sich die Zoom-App einmal herunter (sofern noch nicht vorhanden) und wählen Sie sich am Veranstaltungstag 10 Minuten vor Beginn ein!
Medieval Movie (K)Nights
Burgen werden erobert, Schlachten geschlagen, Burgfräulein umgarnt und zwischendurch rollen die Köpfe - welches Bild zeichnen Filme vom Mittelalter? Wie passen Regisseur*innen die historischen Vorlagen immer wieder an, um uns eine ganz eigene Geschichte zu erzählen?
Seit den Anfängen des Films dienen historische Stoffe und Legenden als Inspiration und Projektionsfläche für aktuelle gesellschaftliche Probleme und Themen. Filme über das Mittelalter müssen daher vor allem im Hinblick auf ihre Entstehungszeit betrachtet werden; gleichzeitig prägen sie mit eindrucksvollen Bildern unsere Vorstellung dieser vergangenen Zeiten.
In der Reihe MEDIEVAL MOVIE (K)NIGHTS widmen sich Historiker*innen der Universität Heidelberg diesen Dynamiken zwischen Geschichte und Film, indem sie der Be- und Verarbeitung von mittelalterlichen Legenden, Personen und Ereignissen auf der Leinwand nachgehen. Die Filme werden im Karlstorkino gezeigt und von einem einführenden Vortrag begleitet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
Die MEDIEVAL MOVIE (K)NIGHTS sind eine Kooperation des Historischen Seminars der Universität Heidelberg und dem Karlstorkino - Medienforum Heidelberg e.V. sowie der vhs Heidelberg.
Tickets gibt es vor Ort oder im Vorverkauf über die Seite des Karlstorkinos www.karlstorkino.de
Aurvandil, König eines nordischen Inselreichs um 900, kehrt siegreich aus dem Krieg zurück und ist bereit, die Herrschaft an seinen Sohn Amleth zu übergeben. Doch ein brutaler Verrat durchkreuzt seine Pläne: Amleth muss mit ansehen, wie sein Vater ermordet wird, und schwört Rache. Jahre später kehrt er zurück – unerkannt und entschlossen, sein Versprechen blutig einzulösen.
Mit The Northman entwirft Regisseur Robert Eggers ein eindringliches und düsteres Bild der nordischen Welt. Eine scheinbar geerdete Rachegeschichte verwebt er mit einer Vielzahl an Sagen, Legenden und religiösen Ritualen und erschafft damit seine ganz eigene Version eines gewaltvollen Frühmittelalters, das er mit eindrucksvoller visueller Wucht auf die Leinwand bringt.
Dr. Aaron Vanides geht in seinem einführenden Kurzvortrag dieser Filmvision näher auf den Grund und zeigt auf, was für ein Bild des frühmittelalterlichen Nordens der Film vermittelt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Fragen und eine gemeinsame Diskussion.
Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
„Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt“, schrieb Blaise Pascal bereits im 17. Jahrhundert. Die Wissenschaft scheute lange die „Herzensgründe“ oder auch Bauchentscheidungen wie der Teufel das Weihwasser. Aber: Gute Entscheidungen basieren oft auf einer unbewussten Intelligenz, die sehr schnell operiert und gerade in komplexen Situationen faszinierend einfach ist, sicher im Erkennen des Wesentlichen und logischen Abwägungen weit überlegen. Das heutige Wissen über das Bauchgefühl revolutioniert unser Bild vom menschlichen Verstand. In einer komplizierten Welt lehren uns Entscheidungen „aus dem Bauch“ die Lebenskunst - paradox formuliert - intuitiv zu wissen, was sich nicht zu wissen lohnt.
Gerd Gigerenzer ist ein weltweit renommierter Psychologe, Direktor emeritus am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, u.a. den AAAS Preis für den besten Artikel in den Verhaltenswissenschaften, den Communicator-Preis und den Deutschen Psychologie-Preis.
Bitte melden Sie sich vor der Veranstaltung online oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie den Zugang zum Veranstaltungslink, mit dem Sie unser Angebot live an Ihrem Rechner verfolgen können. Sie sind nicht sichtbar und brauchen weder Mikrofon noch Kamera, die Beteiligung läuft über eine Chat-Funktion. Bitte laden Sie sich die Zoom-App einmal herunter (sofern noch nicht vorhanden) und wählen Sie sich am Veranstaltungstag 10 Minuten vor Beginn ein!
Management trifft Menschlichkeit: Berufsbetreuung als Berufung
Menschen, die ihre Angelegenheiten aufgrund gesundheitlicher oder geistiger Einschränkungen nicht mehr selbst regeln können, benötigen Unterstützung. Die Betreuungsbehörde der Stadt Heidelberg sucht deshalb aktuell wieder engagierte Personen, die als freiberufliche rechtliche Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer tätig werden möchten.
Diese vertreten die Interessen volljähriger Menschen in Vermögens-, Gesundheits- und Behördenangelegenheiten. Sie arbeiten selbstständig und flexibel in Voll- oder Teilzeit. Die Vergütung erfolgt nach dem Vormünder- und Betreuungsvergütungsgesetz (VBVG). Im Vortrag werden alle Informationen zur Berufsbetreuung gegeben und die Voraussetzungen für diese Tätigkeit, etwa die nachgewiesene Sachkunde sowie eine Registrierung nach gesetzlichen Vorgaben, erläutert.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich.
„Zukunft der industriellen Produktion in Deutschland“
Eine Veranstaltung aus der Reihe vhs.wissen live.
Hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren - das bietet vhs.wissen live!
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat unseres Wohlstands – doch sie steht massiv unter Druck: Globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern uns heraus. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Produktion neu denken müssen, sondern wie schnell. Eine vernetzte Wertschöpfung im Sinne von Industrie 4.0 ist dabei weit mehr als Effizienzsteigerung: Sie ist der Schlüssel zu einer Produktion, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig – und damit zukunftsfähig ist.
Björn Sautter wirft einen Blick in die Zukunft der industriellen Wertschöpfung. Er gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze, die den Weg in eine intelligente und nachhaltige Industrieproduktion in Deutschland weisen und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Er ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungstechnik und technische Bildung. Er ist ebenso stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.
Bitte melden Sie sich vor der Veranstaltung online oder telefonisch bei der vhs Heidelberg an. Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie den Zugang zum Veranstaltungslink, mit dem Sie unser Angebot live an Ihrem Rechner verfolgen können. Sie sind nicht sichtbar und brauchen weder Mikrofon noch Kamera, die Beteiligung läuft über eine Chat-Funktion. Bitte laden Sie sich die Zoom-App einmal herunter (sofern noch nicht vorhanden) und wählen Sie sich am Veranstaltungstag 10 Minuten vor Beginn ein!
Sprechende Steine. Neue Forschungen zu den römischen Inschriften aus dem Rhein-Neckar-Raum
Die römische Provinz Germania superior, auf deren Areal sich das heutige Heidelberg befindet, ist eine der inschriftenreichsten Regionen des Römischen Reiches. Obwohl nur wenige literarische Quellen über deren Geschichte berichten, ermöglichen uns die zahlreichen Grabinschriften, Weihemonumente und Meilensteine dennoch einen unmittelbaren Einblick in die Sozial-, Verwaltungs- und Alltagsgeschichte Obergermaniens. Zugleich ermöglicht die Analyse der materiellen Hinterlassenschaften der römischen Inschriftenkultur weiterreichende Schlüsse über die Frage danach, warum die Menschen im Römischen Reich Monumente in so großer Zahl mit Inschriften versahen. Der Vortrag wird wesentliche Ergebnisse der neuesten Forschung zu diesem Gebiet vorstellen.
In Kooperation des Instituts für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde der Universität Heidelberg mit der Volkshochschule Heidelberg.
Brand name oder No name?
Die Mitarbeiter*innen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) sowie anderer deutscher Wissenschaftsakademien suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die folgenden Vorträge (Dauer jeweils ca. 45 Minuten) gewähren einen Einblick in die aktuellen Arbeiten verschiedener Forschungsstellen, die in der Regel über das Akademienprogramm gefördert werden. Das Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und fördert über die acht Landesakademien der Wissenschaften in Deutschland, die sich zur Akademienunion zusammengeschlossen haben, aktuell 128 Forschungsprojekte.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, im historischen Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein direkt mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Vorträge finden in Kooperation zwischen der Akademie der Wissenschaften und der Volkshochschule statt.
Töpfer und Maler bestimmten das Erscheinungsbild einer Werkstatt, sie legten Größen und Formen, Techniken der Bemalung und Art der Dekoration fest. Dabei hatten Töpfer weit mehr Einfluss, als wir heute gemeinhin annehmen: In der täglichen Arbeit bestimmten sie neben Größe und Form auch den Rahmen für die figürliche Bemalung, während der Maler für die Umsetzung dieser Vorgaben und natürlich für seine eigene Bildgestaltung zuständig war. Als Werkstattbesitzer durfte der Töpfer bei allen ästhetischen Überlegungen den wirtschaftlichen Erfolg nicht aus dem Auge verlieren, woraus seine besondere Verantwortung für das Gefäß erwuchs.
Die Werkstatt, die im Fokus des Vortrags stehen wird, war etwa zwischen 520 und 490 v. Chr. in Athen aktiv und vor allem bekannt für perfekt getöpferte große, aufwändig verzierte Gefäße, die in zwei Techniken, einer traditionellen sowie einer neuen, bemalt wurden. Daneben entstand in der Werkstatt aber auch Massenware, kleinere Gefäße in standardisierter Form und Größe. So ließen sich unterschiedliche Abnehmergruppen ansprechen und bedienen. Alle Gefäße verkauften sich gleichermaßen gut in Etrurien, wohin sie von Händlernetzwerken gebracht wurden, die mit den Malern zusammenarbeiteten. Einige der Protagonisten signierten ihre Arbeit, viele andere nicht. Was sagt uns das über Marketingstrategien?
Prof. Dr. Bettina Kreuzer studierte Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte und Alte Geschichte in Würzburg und Freiburg. Sie wurde 1991 zur attisch schwarzfigurigen Keramik aus dem Heraion von Samos promoviert und habilitierte sich 2003 mit einer Studie zur Rolle der Heroen Herakles und Theseus im archaischen Athen. Seit 2010 ist sie Mitarbeiterin des Corpus Vasorum Antiquorum und bearbeitet attische Keramik aus den Antikensammlungen in München.
Darf ein Christ in den Krieg ziehen?
Die Mitarbeiter*innen der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) sowie anderer deutscher Wissenschaftsakademien suchen den Dialog mit der Öffentlichkeit. Die folgenden Vorträge (Dauer jeweils ca. 45 Minuten) gewähren einen Einblick in die aktuellen Arbeiten verschiedener Forschungsstellen, die in der Regel über das Akademienprogramm gefördert werden. Das Akademienprogramm ist das größte geisteswissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands und fördert über die acht Landesakademien der Wissenschaften in Deutschland, die sich zur Akademienunion zusammengeschlossen haben, aktuell 128 Forschungsprojekte.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, im historischen Hofgarten der Akademie bei Brezel und Wein direkt mit den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ins Gespräch zu kommen. Beginn ist jeweils 18:15 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Die Vorträge finden in Kooperation zwischen der Akademie der Wissenschaften und der Volkshochschule statt.
Briefe sind eine wichtige, gleichwohl immer noch wenig ausgewertete und kaum digitalisierte Quelle zur Erforschung der Frühen Neuzeit. Es werden die unterschiedlichsten Fragen erörtert, so zum Beispiel, wie man Bücher am günstigsten und sichersten von A nach B transportiert oder auch, wie man sich als Christ im Krieg zu verhalten habe. Man stößt darauf, dass die Frage, ob ein Christ Soldat sein darf, in der Reformationszeit heftig umstritten war. Wer rang mit wem in dieser Sache? Welche Argumente wurden pro und contra ins Feld geführt?
Prof. Dr. Christoph Strohm war von 2006 bis 2024 Professor für Reformationsgeschichte und Neuere Kirchengeschichte an der Universität Heidelberg. Er ist Leiter des Projekts „Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620)“ an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, deren ordentliches Mitglied er seit 2008 ist.
Behinderten- und Bedürftigentestament und Lösungen für Patchwork-Familien
Eltern wollen in aller Regel das Beste für ihre Kinder. Bei der Regelung ihres Nachlasses werden deshalb neben einem eventuellen Ehegatten die Kinder zu Erben eingesetzt. Für manche Eltern stellt sich jedoch die Frage, ob ihre Kinder bei einer „normalen“ Erbeinsetzung tatsächlich in den Genuss des Erbes kommen werden. Die Gründe hierfür können vielfältig sein. Die Kinder können in einem Insolvenzverfahren stehen oder überschuldet sein. Die Kinder können Unterstützung vom Sozialhilfeträgern erhalten, die bei eigenem Vermögen entfallen würde, so dass das ererbte Vermögen aufgebraucht würde, ohne dass die Kinder eine Verbesserung ihrer Lebensstellung erfahren würden. Es ist aber auch möglich, dass die Kinder aufgrund anderer Erben oder am Nachlass Beteiligter Gefahr laufen, im Nachlassverfahren oder bei der Erbauseinandersetzung benachteiligt zu werden. Dies kann bei Patchworkfamilien der Fall sein oder immer dann, wenn schon zu Lebzeiten der Eltern absehbar ist, dass die im Testament Bedachten nicht in der Lage sein werden, den Nachlass einvernehmlich abzuwickeln. Für all diese Fälle gibt es Lösungen. Stichworte sind unter anderem das Behinderten- oder Bedürftigentestament.
Der Vortrag macht auf möglicherweise noch nicht bekannte Probleme aufmerksam und zeigt Lösungen, um auch Kindern und Familien in besonderen Lebenssituationen gerecht zu werden.
Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich!